Ho'oponopono - Das hawaiianische Vergebungsritual

Bei der Arbeit mit den Hawaiianischen Massagen kommt automatisch irgendwann der Punkt, sich mit "Ho'oponopono", dem hawaiianischen Vergebungsritual, zu beschäftigen.

Hören wir das Wort VERGEBUNG, denken wir erstmal automatisch: „Ach, das ist ja einfach, ich habe dem und dem und der bereits vergeben. Ist doch easy, alles ok. Das ist nicht mein Thema.“

Beschäftigen wir uns aber etwas intensiver mit dieser Thematik, könnten wir doch zu der Erkenntnis gelangen, dass da doch so einiges ist, was sich anzuschauen lohnenswert wäre...

 

Es geht hier nicht darum, irgendjemanden, irgendetwas, was er/sie/es mal getan hat, an der Oberfläche „zu vergeben“.

Es geht meistens "nur" um DICH SELBST.

An der Oberfläche scheint alles schön und klar und wunderbar, aber TIEF IM INNERN, verborgen unter all der Arbeit, dem Alltagsgeschehen, den Beschäftigungen,  Ablenkungen, Tätigkeiten jeglicher Art, schlummert etwas,

etwas,

...was dich rüttelt und schüttelt,

...Dir die Kraft raubt,

...Dich zum Beben, zetern und verzweifeln bringt

und

...was doch mal betrachtet werden möchte.

 

Wenn Dich etwas so richtig in Rage bringt,

Deine Zellen zum vibrieren,

Du sooo wütend (traurig) bist,

Dich etwas ungeheuer nervt,

Du Dich herabgesetzt, gedemütigt, verletzt fühlst usw.,

 

dann kannst Du sicher sein:

 

Es ist nicht der, die, das Andere, was Dir ein Problem bereitet.

Das ist nur Dein Spiegel. Dein Helfer, Dein Engel :), der Dir zeigt, an welcher Stelle du suchen darfst, um Dich heilen zu können...

 

"Ist doch nett oder??" :)

 

Es ist ein ungelöster Konflikt, ein Erlebnis aus Deiner Kindheit, Deinem jetzigen oder vergangenen Leben, von wo auch immer...

IN DIR und nirgendwo anders.

 

Der ("meist böse") ANDERE, das AUSSEN, dient Dir lediglich, diesen ungelösten Konflikt bewusst und sichtbar zu machen.

Klasse oder?  :) :) :) :)

 

Wenn Du diesen wichtigen ersten Schritt erkannt hast, kann der Auflösungsprozess mit Ho'oponopono oder der sogenannten "Spiegelarbeit"  beginnen und Dein Weg in die Freiheit hat begonnen...

Nicht die Freiheit, irgendwo hin reisen zu können (außer zu Dir selbst natürlich!), tun und machen zu können, was Du willst, sondern die Freiheit, unabhängig von dem zu sein, was auf Dich zukommt, was Dir geschieht, was andere denken, machen, tun, Dich (fast) immer wohl und zufrieden zu fühlen, ohne irgendjemanden für Deine Gefühle und Erlebnisse verantwortlich zu machen.

Du allein bist derjenige, der bestimmt, wie Du Dich fühlen willst. Es ist einzig und allein Deine Verantwortung, was Du aus diesen Situationen, Gefühlen, Erlebnissen machst.

 

Toll oder? :)

 

Du allein hast die Macht.

Alleinherrscher über alles, was Dir passiert.

War das nicht immer schon Dein Wunsch????

 

Du bemerkst Deine starken Gefühle, die eine Situation in Dir auslöst und fängst an, BEI DIR zu schauen, was es da tief in Dir verborgenes gibt , was Dich so wütend (traurig) macht.

Dafür braucht es natürlich ein wenig Zeit, Ruhe und Entspannung... (... aber das ist so spannend, da brauchst Du erstmal keine Krimis mehr zu lesen oder im Fernsehen anzuschauen..)

Und es braucht natürlich auch eine gute Portion MUT.

MUT, den Dingen (meist sind es unangenehme Gefühle, die wie eine Spinne im Hinterhalt lauern...  :) ) gegenübertreten zu wollen.

Dinge (Gefühle), die Du eigentlich gar nicht haben willst, angeblich auch nicht hast-

Die aber doch da sind, wenn Du mal ganz ehrlich zu Dir bist.

Und es kostet natürlich auch ein kleines bisschen Kraft...

und etwas Zeit...

(manchmal auch etwas Geld, wenn wir Hilfe von Dritten benötigen...)

 

ABER!!!!!!!!!.......,

....was dann danach kommt, wenn Du diese "Arbeit" getan hast,

das ist einfach echt super und toll:

 

Es ist...

 

Die Befreiung.

Die Liebe.

Die Leichtigkeit.

 

Juchuuh, welch' großes Geschenk! :)

Das, was wir schon immer wollten...  Endlich ist es da!

 

Oder?

 

Es passieren dann Dinge, mit denen Du nicht gerechnet hast...

Menschen, die Dich jahrelang nicht angeschaut haben und wenn, dann nur mit verbissenem Gesicht, lächeln Dich auf einmal wieder an.

Etwas ist passiert, hat sich verändert.

Du hast erkannt, es ist/war nicht dieser Mensch, der „so böse“ zu Dir gewesen ist.

Es fühlte sich nur so an.

Es war lediglich eine unerlöste, ungesehene Eigenschaft IN DIR, die diese (segensreiche!) Situation heraufbeschwört hat,

eine Eigenschaft vielleicht, die Du beim Anderen gesehen, gefühlt und verurteilt hast und Dir das Gefühl gegeben hat:

"Aua, das tut weh. Ich bin jetzt verletzt."

Die aber letztlich so, wie Du sie im AUSSEN erkannt hast, genauso in DIR vorhanden war/ist.

Und jetzt wo Du dies erkannt hast, kann sich alles auflösen, besser werden, schmerzfreier...

 

und Du bist frei.

 

Als Beispiel:

Über viele Jahre habe ich mich über die Zickigkeit, Launenhaftigkeit,Unverbindlichkeit, Kälte und Herzlosigkeit, Verantwortungslosigkeit einer mir eigentlich sehr verbundenen Frau geärgert und diese Eigenschaften an ihr, wie ich glaube, echt gehasst und verurteilt und es hat mich genervt, sie nicht ändern und "zum besseren bekehren" zu können, da ich ja alles ganz anders und natürlich richtig mache und so auf gar keinen Fall bin und sein wollte, wie sie :).

Es war sehr leicht, mich darüber aufzuregen und mich als die Gute und genau das Gegenteil von ihr zu fühlen,

als die, die ja alles im Griff hat, zumindest, was diese "verabscheuungswürdigen"  Eigenschaften der benannten Person anging.

 

Nach mehreren Jahren Abstand zu dieser Person, kam mir dann endlich die Erleuchtung........ (... und Erleichterung!):

 

Alle Eigenschaften, aber auch jede einzelne, die ich bei Ihr so gehasst und verurteilt, mich genervt und mir die Kraft geraubt haben, habe ich bei näherem Hinsehen, bzw. intensivem hinfühlen, auch bei mir gefunden...!!!!!!

 

Das war ein echter Schock!

 

Sowohl die Eigenschaft, meine Verantwortung als Mutter nicht zu 100% übernehmen zu wollen und der Wunsch, jemand möge mir doch diese schwere Last abnehmen und mir Erleichterung verschaffen, damit ich etwas leichter und freier leben kann (wo ich doch als „die Übermutter“ gegolten habe), als auch die eisige emotionale Kälte, Menschen gegenüber, die nicht so handeln, wie ich es für richtig halte. Das "zumachen", wenn etwas nicht so läuft, wie es mir passt, das "nicht kommunizieren" von Veränderungen, Wünschen, Plänen, eigenmächtiges Handeln ohne Absprache mit den Beteiligten usw. und so fort, Lästern über andere, Unzufriedenheit mit mir selber usw. und so fort......................................

Alles, aber auch alles, fand ich (und finde ich immer noch) in mir!

Ich konnte es vielleicht nur besser verstecken und mich auch selber gut belügen und betrügen... hatte vielleicht mehr Kraft und Fantasie, mir alles gut und schön zu denken und zu fühlen...

Das war und ist ein harter Brocken, mir dieses einzugestehen,

aber soooooooooo erkenntnisreich und heilsam. :)

 

Nach einigen dicken Tränen der Demut und Dankbarkeit für diese Erkenntnisse und Einsichten, habe ich dann endlich auch die Liebe wieder fühlen können, die ich eigentlich für diese Person empfand,

und zwar genau deshalb,

weil sie mir so unglaublich ähnlich ist und ich mich auch deshalb so sehr mit ihr verbunden fühle.

 

Vorläufiges Ende dieser Geschichte!  :) :)

 

 

Nächster Punkt "Ho'oponopono" (Eigenvergebung):

Was die meisten Menschen übersehen und für völlig unwichtig halten bzw. gar nicht erst auf die Idee kommen, dass es da etwas zu vergeben gebe,

ist die Vergebung DIR SELBST gegenüber.

 

Hier kommen wir zum Thema Annahme und Selbstliebe, welches nach meiner Auffassung eines der noch wichtigsten Themen überhaupt im Leben der meisten Menschen ist.

Denn, wenn wir mal ehrlich sind, tragen wir doch bei genauer Betrachtung ein Menge Schuld- und Schamgefühle mit uns herum, oder?

Hätte ich früher damit begonnen, mich damit zu beschäftigen, wäre mir wohl so einiges erspart geblieben.

Aber es ist ja bekanntlich alles so, wie es ist und alles braucht halt seine Zeit... :)

 

Immer, wenn wir in eine Situation geraten, wo wir ein strenges „ich muß aber“ oder die Gedanken: „Das hätte ich aber anders machen müssen.“ oder „Was bin ich doch für ein verd...... Rindvieh.“

oder so ähnlich :), in uns hören, ist meiner Meinung nach absolute Aufmerksamkeit dir selbst gegenüber und ein stilles Innehalten angesagt und die Erkenntnis:

 

„Hallo!!!!! Ich bin ein Mensch."

"Ich bin hier, damit ich Fehler mache."

"Damit ich genau diese Erfahrung mache."

"Ich brauche nicht perfekt sein."

"Ich darf mich gut fühlen, auch wenn ich etwas nicht richtig gemacht habe."

 

Es ist so unglaublich befreiend und erleichternd sich Fehler und Auszeiten zu genehmigen und alles mal etwas lockerer (hawaiianischer) zu sehen und zu fühlen.

Die "Dinge" laufen dann irgendwie doch viel einfacher und besser...

 

Dies ist natürlich keine Aufforderung, nur unbewußt Dinge zu tun, die Du hinterher bereust und ständig „die Sau auf T..... komm' raus“ rauszulassen.

Es dient Dir als Eigenverantwortlicher Mensch, als Mensch, der mit gutem Gewissen und Achtsamkeit, sein Leben nach bestem Wissen und Gewissen gestaltet,

etwas sanfter mit  Dir umzugehen, mit Fehltritten, die leider immer wieder passieren

und es beim nächsten Mal dann hoffentlich (manchmal bedarf es da mehrerer Anläufe) etwas anders zu machen,

so, dass es sich dann beim nächsten Versuch gut und besser anfühlt.

 

Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren und üben.....

 

Alles ist gut, so, wie es ist. Und wie es ist, so ist es gut.“

 

Genaue Anleitungen und Beispiele sind zum Beispiel in dem schönen Buch von Ulrich Emil Duprée, „Ho'oponopono“. Das hawaiianische Vergebungsritual dazu zu finden.

 

Es tut mir leid.

Bitte verzeih mir.

Ich liebe Dich.

DANKE!

 

Es tut mir leid.

Ich verzeihe mir.

Ich liebe mich.

DANKE!

 

 

In Liebe, Ehrfurcht, Dankbarkeit und Demut...

 

Andrea Hasterok